In Gedenken an Professor Johannes Köhn

Johannes Köhn
Professor Johannes Köhn (Bild: Privat)

Mit Trauer muss das Department Mathematik mitteilen, dass Prof. Dr. Johannes Köhn am 25.05.2026 in Erlangen verstorben ist.

Johannes Köhn wurde am 12.12.1936 in Salzwedel/Altmark geboren. 1956 legte er an der Oberschule in Uelzen das Abitur ab und studierte von 1956 bis 1965 Mathematik und Physik an den Universitäten Göttingen und Hamburg; ab 1958 war er Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes.

1965 wurde er mit der Arbeit „Die Harnacksche Metrik in der Theorie der harmonischen Funktionen“ unter Prof. Bauer am Mathematischen Institut in Erlangen promoviert. 1968/69 wirkte er als Gastprofessor an der McGill University in Montreal. 1971 folgte die Habilitation in Erlangen, 1972 die Ernennung zum Universitätsdozenten. Nach einer Lehrstuhlvertretung in Bayreuth wurde er 1977 zum außerplanmäßigen und 1978 zum außerordentlichen Professor am Mathematischen Institut in Erlangen ernannt. Zum 31.03.2002 schied er in den Ruhestand aus.

Seine Forschungsinteressen lagen in der Potentialtheorie und der Algebra. Johannes Köhn engagierte sich in seiner Dienstzeit in Erlangen unter anderem als Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Persönlich war er für seine Bescheidenheit bekannt.